Diese Frage höre ich in fast jedem Gespräch. Und die ehrliche Antwort lautet: Es kommt drauf an. Die Preisspanne reicht von 0 Franken (Baukasten, selbst zusammengeklickt) bis über 20'000 Franken (Agentur, Massanfertigung). Und alles dazwischen gibt es auch. Das Problem: Diese Antwort hilft Ihnen nicht weiter.
Was Ihnen hilft, ist ein ehrlicher Vergleich der vier gängigen Optionen. Mit echten Preisen, echten Nachteilen und einer klaren Einschätzung, was für welches Unternehmen Sinn ergibt. Ohne Verkaufsversprechen, ohne versteckte Agenda.
Option 1: Selber machen mit Baukasten
Wix, Jimdo, Squarespace. Die Werbung verspricht: In einer Stunde haben Sie Ihre Website. Und technisch stimmt das. Sie können sich anmelden, ein Template wählen, Texte eingeben und auf Veröffentlichen klicken. Kostet zwischen CHF 15 und 50 pro Monat, je nach Anbieter und Paket.
Was die Werbung nicht zeigt: Die meisten Baukasten-Websites laden langsam, weil der generierte Code aufgebläht ist. Google bewertet das negativ. Ich sehe regelmässig Websites von lokalen Betrieben, die mit Baukästen gebaut wurden und bei PageSpeed unter 40 Punkten landen. Zum Vergleich: Eine gut gebaute Seite erreicht 90 bis 100. Das ist kein Detailproblem. Das entscheidet, ob Google Ihre Seite überhaupt zeigt.
Dazu kommt die Zeit, die Sie investieren. Sie sitzen Abende und Wochenenden daran, kämpfen mit dem Editor, und das Ergebnis sieht trotzdem aus wie ein Baukasten. Weil es einer ist. Für Hobbyseiten oder temporäre Projekte kann das reichen. Aber wenn Ihre Website Kunden gewinnen soll, reicht es nicht.
Option 2: Webagentur beauftragen
Der klassische Weg. Sie beauftragen eine Agentur, durchlaufen Workshops, Konzeptphasen, Wireframes, Designentwürfe und Feedbackrunden. Nach 8 bis 12 Wochen bekommen Sie eine fertige Website. Kostenpunkt: CHF 3'000 bis 15'000, je nach Umfang. Manche Agenturen verlangen deutlich mehr.
Das Ergebnis kann sehr gut sein. Aber nach der Übergabe sind Sie oft auf sich allein gestellt. Updates kosten extra. Der Ansprechpartner wechselt. Und nach zwei Jahren steht die nächste Grundüberholung an, wieder für mehrere tausend Franken. Was als einmalige Investition verkauft wird, hat in Wahrheit laufende Kosten, die man am Anfang nicht sieht.
Für ein KMU oder einen kleinen Betrieb ist das ein grosses finanzielles Risiko. Besonders wenn die Website primär eine Aufgabe hat: Vertrauen aufbauen und Anfragen generieren. Grössere Unternehmen mit eigenem Marketingbudget und komplexen Anforderungen können davon profitieren. Für lokale Betriebe, die keine fünfstellige Vorabinvestition riskieren wollen, ist das selten der richtige Weg.
Option 3: Freelancer beauftragen
Günstiger als die Agentur, oft persönlicher. Sie zahlen typischerweise zwischen CHF 1'500 und 5'000 für eine fertige Website. Allerdings schwankt die Qualität stark. Manche Freelancer liefern exzellente Arbeit. Andere installieren ein WordPress-Theme, ändern die Farben und rechnen es als Massarbeit ab. Von aussen ist der Unterschied vorher schwer zu erkennen.
Das grösste Risiko ist die Verfügbarkeit. Freelancer wechseln den Job, haben plötzlich keine Kapazität mehr oder sind einfach nicht mehr erreichbar. Dann stehen Sie mit einer Website da, die niemand pflegen kann. Und der nächste Freelancer will alles von vorne bauen. Wenn Sie jemanden persönlich kennen und dem Ergebnis vertrauen, kann das funktionieren. Für langfristige Zusammenarbeit ohne klare Vereinbarung ist es ein Glücksspiel.
Option 4: Website im Abo
Das ist das Modell, das immer häufiger auftaucht und das ich bei S-Grid selbst anbiete. Sie zahlen zwischen CHF 200 und 350 pro Monat, ohne Vorabkosten. Dafür bekommen Sie eine hand-coded Website, laufende Betreuung, technische Updates und einen direkten Ansprechpartner. Alles in einem Paket, kein Zusammensuchen von verschiedenen Dienstleistern.
Der Vorteil: Kein finanzielles Risiko am Anfang. Keine versteckten Zusatzkosten. Und die Website bleibt aktuell, weil sie Teil eines laufenden Service ist, nicht ein einmaliges Produkt, das nach der Übergabe langsam veraltet. Wenn etwas nicht stimmt, melden Sie sich und es wird behoben.
Der Nachteil: Es ist ein laufender Vertrag mit einer Mindestlaufzeit. Wenn Sie die Website nach drei Monaten nicht mehr wollen, zahlen Sie trotzdem bis zum Ende. Dafür haben Sie aber auch jemanden, der sich aktiv darum kümmert, dass die Seite funktioniert, schnell lädt und bei Google sichtbar bleibt. Das Modell eignet sich gut für lokale Unternehmen, die eine professionelle Präsenz wollen, ohne alles selbst verwalten zu müssen.
Was lohnt sich für lokale Unternehmen?
Wenn Sie einen lokalen Betrieb führen (Maler, Schreiner, Coiffeur, Restaurant, Arztpraxis, Reinigung, Garage), dann brauchen Sie keine 15'000-Franken-Website. Sie brauchen eine schnelle, klare, mobilfreundliche Seite, die Vertrauen aufbaut und Besucher dazu bringt, Sie anzurufen. Nicht mehr, nicht weniger.
Die eigentliche Frage ist nicht, was eine Website kostet. Die eigentliche Frage ist: Was kostet es Sie, wenn Ihre Website nicht funktioniert? Jeder Besucher, der abspringt, weil die Seite langsam lädt, auf dem Handy kaputt aussieht oder nicht klar zeigt, was Sie machen, ist ein potenzieller Kunde, der zum Konkurrenten geht. Diesen Preis zahlen Sie jeden Tag. Sie sehen ihn nur nicht auf der Rechnung.
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